IQ-XXL - Beratungsstelle Hochbegabung

IQ XXL

Beratungsstelle Hochbegabung Saarland

IQ-XXL
 


Was Lehrer tun können

Alle Möglichkeiten der Begabtenförderung (z. B. Überspringen, Teilunterricht, Grouping) sollten ausgenutzt werden, denn für jedes Kind kann eine andere Form der Förderung sinnvoll oder richtig sein und ihm die Chance eröffnen, seinen Fähigkeiten besser Ausdruck zu verleihen.

Bekannt ist, dass Kinder bei anhaltender Überforderung nicht selten mit Auffälligkeiten reagieren. Weniger bekannt ist, dass bei ständiger Unterforderung ähnliche Anzeichen zu beobachten sind.

Begabte Kinder benötigen Fördermaßnahmen, die es ihnen ermöglichen, auf hohem Niveau komplexe und kreative Aufgabenstellungen zu bearbeiten. Eine qualitative Differenzierung (Alternativaufgaben, Erweiterung des Themenbereichs oder der Aufgabenstellung) ist einer rein quantitativen (Zusatzaufgaben, mehr Aufgaben derselben Art) bei allen Maßnahmen vorzuziehen. Das Wiederholen bereits beherrschter Unterrichtsinhalte oder gar zusätzliche Übungsaufgaben auf niedrigem Anforderungsniveau wirken auf (Hoch)begabte häufig demotivierend. Macht ein Kind durchgehend die Erfahrung, dass ihm das schulische Lernen keine Anstrengungen abverlangt, stellt sich mitunter Selbstgenügsamkeit mit der erbrachten Leistung ein.

Prinzipiell kann ein Begabungsförderungsprogramm an einer Schule auf zwei Ebenen aktiviert werden:

  • Über die integrative Förderung im Klassenverband
  • Über die Einrichtung klassenübergreifender Förderprogramme bzw. Förderung außerhalb des regulären Klassenverbandes (siehe hierzu die Übersicht unserer Förderangebote)

Diese Möglichkeiten schließen sich keineswegs aus, sinnvoll ist eine gegenseitige Ergänzung. Eine gezielte Differenzierung und Individualisierung im Unterricht bleibt die wichtigste Form der Förderung. Eine besondere Chance kann dabei die temporäre Teilnahme am Unterricht anderer Klassen und Klassenstufen sein. In bestimmten Fällen stellt auch das Überspringen einer Klassenstufe eine Möglichkeit dar, der kognitiven Unterforderung entgegenzuwirken.

Die Entscheidung über die konkrete Gestaltung des Begabungsförderungsprogramms ist letztlich von den jeweiligen schulspezifischen Rahmenbedingungen abhängig. Dabei können die Erfahrungen der Beratungsstelle Hochbegabung genutzt werden.

Beratung

Die Beratung betroffener Pädagogen, Erzieher/innen aus Kindergärten sowie sonstigen interessierten Institutionen erfolgt telefonisch oder nach Terminvereinbarung in einem persönlichen Gespräch in den Räumen der Beratungsstelle Hochbegabung am Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasium in Dillingen bzw. an den Standorten St. Ingbert - Rentrisch oder Saarbrücken.

Um die Beratung möglichst optimal zu gestalten, wird darum gebeten, vorab das entsprechende Formular zur Datenerfassung auszufüllen, das als online-Formular zur Verfügung steht. Falls sich in Ausnahmefällen Probleme mit dessen Nutzung ergeben sollten, ist auch eine PDF-Datei zum Ausdrucken erhältlich, die entweder per eMail oder mit der Post an die Beratungsstelle Hochbegabung gesendet werden kann.

Mithilfe dieses Formulars können Sie Ihr Beratungsanliegen konkretisieren, damit wir Sie optimal unterstützen können.

An der Beratungsstelle stehen zudem eine umfangreiche Bibliothek sowie Materialkisten zu verschiedenen Themenbereichen zur Verfügung. Interessierte Pädagogen können sich nach vorheriger Terminabsprache die Materialien in unserer Präsenzbibliothek in Dillingen ansehen um neue Impulse für Ihren Unterricht zu erhalten. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Termin in Rentrisch oder Saarbrücken zu vereinbaren, bei dem in ausgewählte Materialien ein Einblick gegeben werden kann.

Außerdem wurden verschiedene Themenkisten mit erprobten Materialien und Unterrichtseinheiten für den Grundschulbereich zusammengestellt, die ausgeliehen werden können, zum Beispiel: Bionik, Chinesisch, Steine und Edle Steine, Orient, Optik, Feuer

Die Beratungsstelle Hochbegabung versteht sich als eine pädagogische Einrichtung. Die Hochbegabtendiagnostik und psychologische Beratung gehören nicht zu ihren Aufgaben. Für diese Zwecke sind die schulpsychologischen Dienste zuständig.

Fragebogen zur Erstberatung: